Symbolbild Lebenslauf, Kugelschreiber, Brille

So bewerben Sie sich richtig: 8 goldene Regeln

Was haben Arbeits- und Mietverträge gemeinsam? Um sie zu bekommen, müssen Sie sich einem intensiven Bewerbungsgespräch stellen. Damit Sie gut vorbereitet sind, haben wir die folgenden Tipps für Sie zusammengestellt.

Die perfekte Wohnung zu finden ist gar nicht so leicht. Aber sie dann auch zu bekommen, grenzt oft an ein Wunder. Schließlich matchen Sie sich mit unzähligen anderen Bewerbern um genau diese Mietwohnung. Wenn also die Warteschlange bei der Wohnungsbesichtigung zweimal um den Häuserblock reicht, haben Sie noch genug Zeit, sich auf Ihren perfekten Auftritt vorzubereiten.

Doch worauf kommt es an? Wie können Sie bei Ihrem (hoffentlich) künftigen Vermieter punkten?

Bringen Sie Ihre Vorzüge ans Licht

Regel Nr. 1: Wie beim Job gilt auch hier: Der erste Eindruck zählt. Werfen Sie sich in Schale – aber nicht übertreiben. Abendgarderobe ist ebenso falsch wie die abgewetzte Jogging-Kombi, die ganz offensichtlich nie für ihren vorgesehenen Zweck benutzt wird. Ihre Garderobe lässt schließlich auch auf Ihren Umgang mit einem Wohnobjekt schließen.

Regel Nr. 2: Bleiben Sie authentisch. Wie Sie sich verhalten liegt in Ihrem Ermessen – wir raten: Keine gekünstelte Sprache, kein aufgesetztes Benehmen. Nasales Schönbrunner-Deutsch, Handkuss und Kratzfuß kommen wahrscheinlich nur in Wien-Hietzing gut an. Und das führt uns auch gleich zu

Regel Nr. 3: Seien Sie ehrlich. Der frei erfundene Lebenslauf kann schnell zum Stolperstein werden und wenn Sie sich selbst als Organisationstalent über den Klee loben, wird Ihnen womöglich gleich die Aufgabe des Facility-Managers übertragen – ehrenamtlich und unbezahlt natürlich.

Regel Nr. 4: Sie sollen Ihre Hobbys angeben? Beteuern Sie glaubwürdig, dass Sie Speed-Schlagzeug-Playing oder Kampfhunde-Züchting penibel im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben betreiben. Betonen Sie, dass Sie bei beidem immer auf die Zimmerlautstärke achten werden. Oder Sie geben einfach nur „Lesen“ und „Reisen“ an.

Regel Nr. 5: Zauberwort Bonität. Geben Sie sich vermögend – aber nicht zu sehr. Kein Siegelring mit Familienwappen, keine Rolex aus Südostasien. Dafür die drei letzten Kontoauszüge: klar, geradlinig, ehrlich – so will Sie Ihr Vermieter sehen.

Regel Nr. 6: Fragen zum Familienstand: heikles Thema – und irgendwie altersabhängig. Welche Lebensform der Vermieter bevorzugt, können Sie nicht wissen. Deshalb nur grundsätzlich: Zeigen Sie sich nicht als Partylöwe. Sonst ortet der Vermieter nächtliche Ruhestörungen ohne Ende. Sie haben ein Kleinkind? Wenn das Haus von vielen ruhebedürftigen Senioren bewohnt wird, können Sie ruhig den fixen Kindergartenplatz ins Gespräch einfließen lassen.

Regel Nr. 7: Auch Fragen zu Ihrer Religionszugehörigkeit können vorkommen. Das geht den Vermieter zwar nichts an, aber Sie wollen natürlich einen guten Eindruck hinterlassen. Statt sich zu winden und zu verbiegen, sagen Sie geradeheraus, dass Sie Atheist, Katholik, Protestant, Mormone oder was auch immer sind. Ein patziges „Das geht Sie überhaupt nichts an“ wird Sie Ihrer Traumwohnung keinen Schritt näher bringen.

Regel Nr. 8: Fragen zu Ihrer sexuellen Orientierung werden oft „getarnt“: Wie viele Personen werden in dieser Wohnung leben? Wer mit wem? Wenn es Ihrem Interviewer nicht zu peinlich ist, Sie gezielt danach zu fragen, dann sollten Sie um keine Antwort verlegen sein. Auch hier gilt: Ehrlichkeit macht sich bezahlt. Wahrscheinlich ist der Vermieter einfach von Ihrer Charakterstärke beeindruckt.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps dabei helfen, Ihre Traumwohnung zu bekommen. Und wenn nicht, rufen Sie uns an. Vielleicht haben wir ja etwas viel Besseres für Sie auf Lager 🙂